Im Krankenhaus gibt es Blutkonserven und wenn du aufgrund von Therapie oder Operation Blut brauchst, so bekommst du welches. Doch so selbstverständlich wie die Wahrnehmung sind Blutkonserven gar nicht.Kliniken gehen vorsichtig mit Blutkonserven um - vor Allem mit seltenen Blutgruppen mit Rhesus-Faktor. Der Bedarf richtet sich nicht einfach nur nach der Menge von Patienten sondern erhöht sich auch mit medizinischem Fortschritt.

So werden Blutkonserven bspw. auch zur Krebstherapie, bei Herzerkrankungen, sowie Knochen- und Gelenkkrankheiten eingesetzt (Quelle).

Täglich werden in Deutschland ca. 15.000 Blutspenden benötigt. Und sicher ist: Blutspenden retten Leben. Tag für Tag.

Wer darf zur Blutspende und welche Gefahren gibt es?

Bin ich zum Spenden berechtigt?

Spenden darfst du immer wenn du folgende Sätze bestätigen kannst:

Ich...

  • bin zwischen 18 und 68 Jahre alt
  • habe mindestens 50kg Körpergewicht
  • fühle mich fit
  • habe ausreichend gegessen und getrunken
  • habe in den letzten 12h keinen Alkohol konsumiert
  • habe in den letzten 4 Wochen keine Drogen konsumiert
  • habe dieses Jahr 5 oder weniger Blutspenden hinter mir
  • habe ein gültiges Personaldokument (z.B. Ausweis, Reisepass, Dienstausweis)
Gefahren

Gefahren für alle zulässigen Spender gibt es nicht. Es besteht keinerlei Ansteckungsgefahr. Im Gegenteil: Ein kurzs ärtliches Check-Up ist inklusive. Das heißt, du wirst nicht nur direkt vor Ort als tauglich eingestuft sondern bekommst sogar Rückmeldung wenn was mit deinem Blut nicht stimmen sollte. Wenn auffällige Befunde auftreten, die Hinweise auf Krankheiten andeuten, wirst du umgehend informiert. Wer also regelmäßig Blut spendet hat damit auch regelmäßig eine Kontrolle der Blutwerte. Praktisch.

Wie läuft eine Blutspende ab?

  1. 1. Die Anmeldung

    Mit deinem Blutspendeausweis und/oder deinem Personalausweis mit Lichtbild gehst du zur Anmeldung. Erstanmelder erhalten nach der Blutspende dann für das nächste Mal einen Blutspendendeausweis mit dem die Anmeldung und Identifizierung noch schneller geht.

  2. 2. Der Fragebogen

    Der Fragebogen ist das wichtigste Instrument zur Voruntersuchung. Natürlich wird ihr Blut sowieso einer Kontrolle unterzogen aber im Zweifel, z.B. aufgrund von Unstimmigkeiten in Verbindung mit dem Fragebogen könnte es dazu kommen, dass eine Spende verworfen wird. Zeit und Aufwand wären dann zu Nichte gemacht. Damit das nicht passiert, ist es wichtig, dass der Fragebogen gewissenhaft ausgefüllt wird. Die erhobenen Daten werden streng vertraulich behandelt und unterliegen dem Datenschutz-Gesetz.

  3. 3. Ärztliche Untersuchung

    Es erfolgt eine kurze Untersuchung in der ein Arzt prüft, ob irgend etwas gegen eine Blutspende spricht oder ob du bspw. spenden darfst aber deine Spende aufgrund noch zu klärender Fragen noch einige Zeit zurückgestellt wird. Der Arzt misst deinen Blutdruck/Puls und bespricht mit dir den Fragebogen.

  4. 4. Hämoglobin-Test

    An Ohr oder Fingerkuppe wird ein winziger Tropfen Blut entnommen um den Hämoglobin-Gehalt festzustellen. Sollte dieser zu niedrig ausfallen, so kannst du zwar spenden aber die Konserve wird vorerst temporär für dich zurückgestellt. Männer sollten einen Mindestwert von 13,5g/dl aufweisen, Frauen 12,5g/dl.

  5. 5. Die Blutentnahme

    Nun geht's zur eigentlichen Blutspende. Verwendet wird bei jeder Spende komplett steriles Einwegmaterial, das nach der Spende sofort entfernt und entsorgt wird. Die Blutspende an sich dauert selten länger als 10 Minuten. Sie spenden ca. 500ml Blut. Angst vor der Spende ist unberechtigt: Es piekst nur sehr kurz, der Rest erfolgt schmerzfrei.

  6. 6. Speisen und Getränke

    Nach einer 10-minütigen Ruhepause kannst du dich ausspannen und dich kostenlos mit unseren bereitgestellten Speisen und Getränken regenerieren.